Astrid Lindgren: Alles ĂŒber die schwedische Kinderbuchautorin

  1. Home
  2. â€ș
  3. Lifestyle
  4. â€ș
  5. Astrid Lindgren: Alles ĂŒber die schwedische Kinderbuchautorin

Astrid Lindgren ist eine der berĂŒhmtesten Kinderbuchautorinnen unserer Zeit. Geschichten wie die von Pipi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga (der im Schwedischen eigentlich Emil heißt) und den Kindern aus BullerbĂŒ haben viele Menschen von klein auf begleitet. Außerdem gilt die Schwedin als außergewöhnliche Frau, die sich nicht nur fĂŒr Kinder- und Frauenrechte einsetzte, sondern auch in ihrem Privatleben viele schwierige Situationen bewĂ€ltigt hat.

Leben der Astrid Lindgren

Astrid Lindgren wurde am 14. November 1907 als Astrid Anna Emilia Ericsson auf dem Hof NĂ€s bei der sĂŒdschwedischen Kleinstadt Vimmerby geboren. Die fast 95 Jahre ihres Lebens waren dabei alles andere als ruhig. Was Astrid Lindgren erlebt hat, wie sie zur Schriftstellerei kam, und welche ihrer BĂŒcher am erfolgreichsten waren, erfĂ€hrst du hier.

Astrid Lindgren
Astrid Lindgren
Schriftstellerin

Astrid Lindgren, geboren als Astrid Anna Emilia Ericsson, war eine schwedische Schriftstellerin, die besonders fĂŒr ihre Kinder- und Jugendliteratur bekannt ist. zu ihren wichtigsten Werken gehören Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga und Ronja RĂ€ubertochter, die in bis zu 70 Sprachen ĂŒbersetzt wurden.

Geboren:14. November 1907 aus NĂ€s bei Vimemrby
Gestorben:28. Januar 2002 in Stockholm
Kinder:Lars Lindgren (1926-1986), Karin Nyman (*1934)
Wichtigste Werke:Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Wir Kinder von BullerbĂŒ, Ronja RĂ€ubertochter, Die BrĂŒder Löwenherz, Madita
Urheber- und Rechteangaben: Urheber: unbekannt; Material: https://sv.wikipedia.org/wiki/Astrid_Lindgren#/media/Fil:Lindgren_1960.jpg; gemeinfrei.

1907-1925: Kindheit und Jugend aus NĂ€s

Astrid Lindgren wurde am 14. November 1907 auf dem Hof NĂ€s in der NĂ€he des sĂŒdschwedischen Vimmerby geboren. Dort lebte sie mit ihrer Mutter Hanna, ihrem Vater Samuel Ericsson und den drei Geschwistern Gunnar, Stina und Ingegerd. Ihre Kindheit hat sie dabei zu zahlreichen Gelegenheiten sehr positiv beschrieben.

Mit sechs Jahren wurde sie eingeschult und erhielt, obwohl dies zu der Zeit wegen der anfallenden Kosten nicht die Norm fĂŒr Kinder ihrer gesellschaftlichen Stellung war, eine Schulausbildung von neun Jahren. So sollen Freunde der Familie ihre Eltern ĂŒberzeugt haben, sie die Schule lĂ€nger als die damals ĂŒblichen drei Jahre besuchen zu lassen.

Astrid Lindgren: Kindheit und Jugend
Astrid Lindgren beschreibt ihre Kindheit auf dem Land als glĂŒcklich.

In der Schule lernte Astrid Englisch, Französisch und Deutsch. Insgesamt galt sie dabei als sehr fleißig und begabt. Schon in ihrem Arbeitsheft der zweiten Klasse finden sich erste Geschichten. Sie selbst sagte, dass sie sich damals geschworen habe, niemals ein Buch zu schreiben, weil sie entgegen der Voraussagen ihres Umfeldes nicht Schriftstellerin werden wollte.

Nach ihrem Realschulabschluss 1923 arbeitete sie als „Haustochter“. Dies war ein Arrangement, in dem junge Frauen bei einer Familie lebten, diese im Haushalt unterstĂŒtzen und im Gegenzug den Zugang zu einer erweiterten Bildung erhielten.

Volontariat bei der Vimmerby Tidning: Lehrzeit im Journalismus

Mit 18 Jahren bot der Chefredakteur der Zeitung von Vimmerby ihr ein Volontariat an. Zu diesem Zeitpunkt war schon ein Aufsatz mit dem Titel Auf unserem Hof in dieser Zeitung abgedruckt worden, als sie 13 Jahre alt gewesen war. Astrid Lindgren nahm das Angebot an und lernte in ihrem Volontariat viel ĂŒber die journalistische Arbeit.

Allerdings wurde sie kurz darauf vom Chefredakteur Reinhold Bloomberg schwanger. Dieser war zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht geschieden, machte Astrid aber bald darauf einen Antrag. Diesen lehnte sie ab und reiste nach Stockholm, wo sie eine Ausbildung begann.

Die ersten Jahre in Stockholm

Ende der 1920er Jahre zog Astrid Lindgren nach Stockholm.

Gegen Ende des Jahren 1926 reiste sie zudem nach Kopenhagen. Der Grund war, dass sich dort die einzige skandinavische Klinik, das Rigshospitalet, befand, die keine offiziellen Meldung ĂŒber Geburten machte. So musste sie den Vater nicht angeben und konnte ihren Sohn Lars, genannt Lasse (geboren am 4. Dezember 1926), in einer Pflegefamilie in Kopenhagen unterbringen, wĂ€hrend sie eine Ausbildung zur SekretĂ€rin absolvierte.

Den Antrag Reinhold Bloombergs abzulehnen und nach Stockholm zu ziehen, war im Jahre 1926 eine mutige Entscheidung. Unverheirateten MĂŒttern drohte nĂ€mlich nicht nur eine schwierige finanzielle Lage, sondern auch eine soziale Stigmatisierung der der gesellschaftliche Ausschluss. Daher blieb ihr auch keine andere Möglichkeit, als ihren Sohn in einer Pflegefamilie unterzubringen, wĂ€hrend sie beruflich Fuß fasste.

Sie beendete die Ausbildung zur SekretÀrin und trat 1927 eine Stelle in der schwedischen Buchhandelszentrale an. Ein Jahr spÀter wurde sie dann als SekretÀrin im Kungliga Automobilklubben tÀtig. Dort lernte sie ihren spÀteren Ehemann, Sture Lindgren, kennen.

1930er Jahre: Persönliches und Beginn der literarischen Karriere

Anfang der 1930er Jahre holte sie ihren Sohn zu sich nach Stockholm, da dessen Pflegemutter schwer erkrankt war. Da auch er krank war und die Lage ernst schien, brachte sie ihn im FrĂŒhjahr 1931 zu ihren Eltern auf den Hof NĂ€s. Kurz darauf heirateten sie und Sture Lindgren, woraufhin sie seinen Namen annahm und zu Astrid Lindgren wurde. Die beiden bekamen ein Kind, Karin Lindgren (geboren am 21. Mai 1934), die heute unter dem Namen Karin Nyman als Übersetzerin arbeitet.

Zudem wurden in der ersten HĂ€lfte der 1930er Jahre zwei ihrer Weihnachtsgeschichten in der Stockholms Tidningen (Stockholmer Zeitung) veröffentlicht. Das war der Beginn regelmĂ€ĂŸigerer Veröffentlichungen von Kurzgeschichten. Außerdem arbeitete sie ab 1937 als Stenografin fĂŒr Harry Söderman, einen schwedischen Kriminalistik-Professor.

Kriegsjahre: TagebĂŒcher und BeschĂ€ftigung im schwedischen Nachrichtendienst

In den Kriegsjahren schrieb sie ihre berĂŒhmten KriegstagebĂŒcher, beginnend mit dem 1. September 1939, dem ersten tag des zweiten Weltkrieges. WĂ€hrend des Krieges, in den 1940er Jahren, arbeitete sie in der Abteilung fĂŒr Briefzensur des schwedischen Nachrichtendienstes. So erhielt sie umfangreiche Einblicke in verschiedene Aspekte des Kriegsgeschehens, was sich in ihren KriegstagebĂŒchern widerspiegelt.

In der Zeit von 1939 bis 1945 war sie verstĂ€rkt in der Schriftstellerei tĂ€tig. Die Idee fĂŒr Pippi Langstrumpf entstand so beispielsweise, als ihre Tochter krank im Bett lag und Geschichten ĂŒber Pippi Langstrumpf hören wollte, deren Namen sie sich gerade ausgedacht hatte. Außerdem erschien ihr erstes Buch, das verschiedene Autoreisen vorstellte. Als Debutroman gilt allerdings Britt-Mari erleichtert ihr Herz, mit dessen Manuskript sie den zweiten Platz in einem Schreibwettbewerb gewann.

Danach nahm der Verlag RabĂ©n & Sjörgen, welcher das Manuskript zu Pippi Langstrumpf zuerst abgelehnt hatte, die ĂŒberarbeitete Version doch an und stellte Astrid Lindgren als Verantwortliche fĂŒr die Kinderbuchabteilung ein.

Leben nach 1945: Astrid Lindgren als Autorin und Aktivistin

Nach 1945 schrieb Astrid Lindgren viele weitere BĂŒcher und behielt gleichzeitig ihre Anstellung bei RabĂ©n & Sjörgen in Teilzeit. Zwischen 1945 und 1985 entstand der Großteil der berĂŒhmten Kinder- und Jugendliteratur, fĂŒr die die schwedische Schriftstellerin heute so bekannt ist. Ihr Sohn starb im Jahre 1986. Außerdem pflegte sie viele Brieffreundschaften und beteiligte sich aktiv an gesellschaftlichen und politischen Diskussionen. Als sie am 28. Januar 2002 mit 94 Jahren starb, fand ein großes BegrĂ€bnis statt, bei dem in Gedanken an Pippi Langstrumpf ein MĂ€dchen und ein Pferd hinter dem Sarg gingen. Heute kann man die Wohnung, in der sie 60 Jahre gelebt hat, sogar virtuell besichtigen.

Aktivismus: Tier-, Kinder- und Umweltschutz

Astrid Lindgren setzte sich besonders fĂŒr Kinderrechte ein.

Astrid Lindgren setzte sich Zeit ihres Lebens besonders fĂŒr Kinder- und Tierrechte ein. Aber auch in politischen Fragen engagierte sie sich. So war sie Mitglied im Verein „Recht auf unseren Tod“, welcher sich fĂŒr das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben einsetzt. In diesem Zusammenhang stand ihr Buch Die BrĂŒder Löwenherz sogar im schwedischen Parlament zur Debatte, weil ihr vorgeworfen wurde, dass das Kapitel Sage vom Tod und nichts als dem Tod Suizid verherrliche.

DarĂŒber hinaus setzte sie sich in ihren Werken zum Beispiel gegen die US-amerikanische Rassentrennung im 19. und 20. Jahrhundert ein, wie man in Kati in Amerika sieht, als die Protagonistin sich fĂŒr diskriminierte Menschengruppen einsetzt. Des Weiteren grĂŒndete sie die Stiftung Solkatten fĂŒr Kinder mit Behinderung.

Auch heute beteiligt sich die Astrid Lindgren Company, welche sich bis heute um das Werk der schwedischen Autorin kĂŒmmert, an wohltĂ€tigen Aktionen. So setzt sich ihre Stiftung Pippi of Today fĂŒr MĂ€dchen auf der Flucht ein. Die Einnahmen des Programms fließen in verschiedene Programme, die MĂ€dchen in den Bereichen Schutz, AufklĂ€rung und Bildung unterstĂŒtzt.

AusgewÀhlte Auszeichnungen

  • Schwedischer Staatspreis fĂŒr Literatur (1965)
  • Königlich Schwedische Medaille Litteris et Artibus (1975)
  • Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1978)
  • Selma-Lagerlöf-Preis (1986)
  • Right Livelihood Award (1994)
  • Goldene Arche des Dachverbandes europĂ€ischer Tierschutzvereine (1996)
  • Schwedin des Jahres (1997)

Kinder- und Jugendliteratur

Besonders berĂŒhmt ist Astrid Lindgren fĂŒr ihre Kinderliteratur. Gerade Pippi Langstrumpf ist unter Kindern und Erwachsenen verschiedener Generationen beliebt. Dazu kommen Klassiker wie Ronja RĂ€ubertochter, Die BrĂŒder Löwenherz und Wir Kinder von BullerbĂŒ.

Pippi Langstrumpf: Die beliebteste Trilogie Astrid Lindgrens

Pippi Langstrumpf, auf Schwedisch Pippi LĂ„ngstrump, ist mit ĂŒber 66 Millionen verkauften Exemplaren (Stand 2015) die beliebteste Buchreihe von Astrid Lindgren. Die drei BĂ€nde wurden in 77 Sprachen ĂŒbersetzt und wurden ab den 1960er Jahren in verschiedenen Fassungen verfilmt.

Eingefallen ist die Geschichte um das 9-jĂ€hrige MĂ€dchen, das mit seinem Affen und Pferd in der Villa Kunterbunt lebt, Astrid Lindgrens Tochter Karin. Nachdem sie sich den Fuß verstaucht hatte und im Bett bleiben musste, schrieb Astrid die Geschichte nieder, um Karin zum zehnten Geburtstag das Manuskript zu schenken. Das war drei Jahre spĂ€ter, im Jahr 1944.

Michel aus Lönneberga: Streiche und Schnitzen

Astrid Lindgren: Michel aus Lönneberga
Michel lebt mit seiner Familie auf dem Hof Katthult.

Michel aus Lönneberga, im schwedischen Original Emil i Lönneberga heißt die Geschichte um Michel Svensson, einen Jungen, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seiner Familie auf dem Bauernhof Katthult in SmĂ„land lebt.

Dort spielt er Streiche und stellt Unfug an, was ihm immer wieder Ärger mit seinem Vater einbringt. Zu solchen Gelegenheiten flĂŒchtet er sich in den Holzschuppen, wo er kleine Holzfiguren schnitzt.

Auch die Entstehungsgeschichte dieses Buches hat etwas mit Astrid Lindgrens Familie zu tun. So sagt sie, dass die Idee zur Figur entstanden sei, als sie auf ihren kleinen Enkel aufpasste und ihm zur Beruhigung Geschichten Michel, beziehungsweise Emil, erzÀhlte.

Ronja RĂ€ubertochter: Eine starke weibliche Protagonistin

Bei Ronja RÀubertochter handelt es sich um eine weitere Geschichte mit einem starken weiblichen Hauptcharakter und eines der letzten Werke Astrid Lindgrens. So wÀchst Ronja auf der so genannten Mattisburg mit ihren Eltern und zwei verfeindeten RÀuberbanden auf, welche in den beiden durch einen Blitzschlag getrennten Teilen der Burg leben.

Nachdem sie sich mit dem Sohn des verfeindeten RĂ€uberhauptmannes anfreundet, kommt es zu Spannungen, die allerdings darin enden, dass die beiden Gruppen sich zusammentun und die Kinder sich dagegen entscheiden, die FĂŒhrung der Banden zu ĂŒbernehmen.

Wir Kinder aus BullerbĂŒ: Schwedische Idylle

Astrid Lindgren: Wir Kinder von BullerbĂŒ

Wir Kinder aus BullerbĂŒ ist eines der ikonischsten Werke Astrid Lindgrens. ErzĂ€hlt wird vom idyllischen Leben auf BullerbĂŒ (schwedisch Bullerbyn) aus Sicht der 7-jĂ€hrigen Lisa.

Das Dorf BullerbĂŒ, das aus drei Höfen besteht, wird dabei von insgesamt sieben Kindern mit deren Familien und Gesinde bewohnt. Erlebt und erzĂ€hlt werden alltĂ€gliche Abenteuer auf dem Land.

Inspiriert ist die Geschichte von der Kindheit des Vaters der Autorin, welcher aus dem Ort Sevedstorp stammt, der als Vorlage fĂŒr BullerbĂŒ gedient haben soll. Astrid Lindgrens Ă€lterer Bruder soll außerdem das Vorbild fĂŒr die Figur Lasse dargestellt haben.

Die BrĂŒder Löwenherz: Das kontroverseste Werk Astrid Lindgrens

Mit den BrĂŒdern Löwenherz hat Astrid Lindgren ein kontroverses Werk geschaffen. Das liegt an ihrer Behandlung des Themas Tod in einem Kinderbuch, welcher teilweise kritisch gesehen wurde. Das Buch handelt von den zwei BrĂŒdern, Karl, auch KrĂŒmel genannt, und Jonathan Löwe. Karl ist schwer krank und weiß, dass er vermutlich sterben wird. Jonathan versucht ihn durch Geschichten ĂŒber das Land Nangijala, das ihn nach dem Tod erwarte, die Angst zu nehmen.

Statt KrĂŒmel stirbt jedoch Jonathan zuerst, als er seinen jĂŒngeren Bruder aus einem Feuer rettet. KrĂŒmel, der bald darauf beim Einschlafen glaubt, er werde sterben, trifft seinen Bruder tatsĂ€chlich in Nangijala wieder. Ob er trĂ€umt oder tatsĂ€chlich verstorben ist, wird nicht klar. Mit Jonathan erlebt er einige Abenteuer, was in der LĂ€hmung des Ă€lteren Bruders mĂŒndet. Da dieser ihm erzĂ€hlt, auch nach Nangijala gebe es noch ein weiteres Land, Nangilima. KrĂŒmel trĂ€gt seinen Bruder auf dem RĂŒcken und springt mit ihm in den Tod, woraufhin er ausruft: „Ich sehe das Licht!“

Kritiker warfen Astrid Lindgren vor, dass der Text Suizid verherrliche und zu ernste Themen fĂŒr ein Kinderbuch behandle. Die Gegenseite argumentierte damit, dass es sich um einen Symbolismus handle, der fĂŒr eine Annahme des Todes im Traum stĂŒnde und dazu diene, um Kindern die Angst vor dem Tod zu nehmen.

Die BrĂŒder Löwenherz handelt von zwei BrĂŒdern und der Angst vor dem Tod.

Erwachsenenliteratur: Biographische und politische Werke von Astrid Lindgren

Auch wenn die Kinderliteratur einen großen Teil des Werkes von Astrid Lindgren ausmacht, hat sie auch BĂŒcher fĂŒr ein erwachsenes Publikum veröffentlicht, zum Beispiel ihre KriegstagebĂŒcher 1939-1945 in Die Menschheit hat den Verstand verloren. Insgesamt sind die meisten Werke, die eher von einem erwachsenen Publikum gelesen werden, biographisch oder politischer Natur.

Lex Lindgren: Das Tierschutzgesetz zum 80. Geburtstag Astrid Lindgrens

Lex Lindgren
Zum 80. Geburtstag von Astrid Lindgren wurde das lEx Lindgren erlassen.

Letzteres trifft zum Beispiel auf Meine Kuh will auch Spaß haben – Einmischung in die Tierschutzdebatte. zu, einem Zeugnis von Astrid Lindgrens Aktivismus im Tierschutz.

Es enthĂ€lt sowohl BeitrĂ€ge von Astrid Lindgren als auch von Kristina Forslund, einer TierĂ€rztin, die gemeinsam mit der Autorin gegen Massentierhaltung und die damit verbundenen Probleme aufklĂ€rte. Ein großer Teil umfasst gemeinsame Artikel zu diesen Themen.

Besonders bekannt ist das daraus resultierende neue Tierschutzgesetz, das zu Astrid Lindgrens 80. Geburtstag erlassen und Lex Lindgren genannt wurde. Dieses ging den beiden Frauen allerdings nicht weit genug, da beispielsweise die Erhöhung der MindestgrĂ¶ĂŸe von HĂŒhnerkĂ€figen fehlte.

Autobiographische Werke

Das wohl bekannteste biographische Werk von Astrid Lindgren sind ihre KriegstagebĂŒcher, die nach ihrem Ableben in Einvernehmen mit ihrer Familie veröffentlicht wurden. In diesen trug sie unter anderem Zeitungsartikel und Briefe zusammen. Unter anderem waren darunter Briefe, die sie unerlaubterweise auf der Arbeit beim schwedischen Nachrichtendienst abgeschrieben hatte.

Weitere berĂŒhmte autobiographische Werke umfassen Das entschwundene Land, aus der auch die Entstehungsgeschichte von Pippi Langstrumpf stammt, verschiedene Briefwechsel und weitere Werke ĂŒber ihre Kindheit.

Reiseziele fĂŒr Astrid Lindgren Fans

Neben der Vorlage von Wir Kinder von BullerbĂŒ, dem Dorf Svedstorp, dem Hof NĂ€s in Vimmerby, Astrid Lindgrens Geburtsort und heute fĂŒr Besucher geöffnet, und der Dalgatan 46 gibt es weitere Ziele, die man sich als Astrid Lindgren Fan im Schwedenurlaub nicht entgehen lassen sollte.

Darunter fÀllt zum Beispiel die Astrid Lindgrens Welt bei Vimmerby, welche Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit bietet, die Geschichten aus der Feder von Astrid Lindgren hautnah zu erleben. In dem kleinen Dorf sind die SchauplÀtze von sieben Geschichten nachgebaut und können von Kindern ohne EinschrÀnkungen entdeckt werden.

Auch lohnenswert ist das von Astrid Lindgren mitgestaltete Museum Junibacken auf der Halbinsel DjurgĂ„rden in Stockholm, in dem du neben ihren Charakteren auch andere berĂŒhmte Kinderbuchfiguren treffen kannst. Besonders beliebt ist der MĂ€rchenzug, welcher dich in 15 Minuten durch liebevoll gestaltete Kulissen fĂŒhrt. Außerdem ist Junibacken fĂŒr die zahlreichen Spiel- und Entdeckungsmöglichkeiten bekannt. Statt langweiliger Ausstellungen bietet dieses Museum Kindern ein tolles Erlebnis und ist damit ein hervorragendes Ausflugsziel fĂŒr Familien.

BĂŒcher von Astrid Lindgren bei Thalia